Anna Köferle

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Im Rahmen der “Biodesign Here Now” Ausstellung am OpenCell Campus konnten wir am London Design Festival 2018 teilnehmen. Wir stellten unsere Ausstellung “See the invisible” zur Schau.

Zusätzlich führten wir einige Workshops im Container Labor von Open Cell, für das wir ja die Raumplanung gemacht und Labormöbel gebaut haben, durch. Zusammen mit den Besuchern wurde Käse hergestellt und DNA aus Erdbeeren extrahiert, beides Aktivitäten, die einfach und ohne Spezialausstattung machbar sind, allerdings als wunderbarer Ausgangspunkt für Diskussionen zum Thema Gentechnik und ihre Methoden, gentechnisch veränderte Lebensmittel, sowie Ethik in der Forschung dienten. An dieser Stelle herzlichen Dank allen Teilnehmern, die so enthusiastisch und engagiert mitgewirkt haben!

Überhaupt hatten wir eine tolle Woche am London Design Festival. Es war schön zu hören, dass “unser” Container Labor am OpenCell-Campus nun ständig in Verwendung ist. Ein seit kurzem bei OpenCell ansässiges Projekt finden wir besonders spannend: Chip[s] Board wollen Abfall aus der Kartoffelchipsherstellung in nützliche (Bau-)Materialien für verschiedene Verwendugnszwecke umwandeln. Falls Sie mehr über OpenCell und die dort stattfindenden Aktivitäten erfahren möchten, hier die Website sowie ein spannender Artikel, der in der Zeitung “Observer” erschienen ist.

Unter den über 50 Ausstellern, die mit uns Teil von “Biodesign Here Now” waren, fanden sich natürlich noch einige sehr spannende Projekte. Besonders erwähnen möchten wir hier:

  • Newcotiana, ein von der EU-finanziertes Projekt, das sich mit der Nutzung von Tabakpflanzen als Bioreaktor beschäftigt. Ziel ist es die Pflanzen für Medizin und Kosmetik nützliche Stoffe erzeugen zu lassen. Für uns besonders vielversprechend bei diesem Ansatz ist die Möglichkeit, gleich mehrere Stoffe aus einundderselben Pflanze zu gewinnen - z.B. Antikörper für Impfstoffe und gleichzeitig Öle für Kosmetikprodukte. Erstere sind wasserlösliche, letzere nicht und könnten somit leicht aufgereinigt werden.

  • GMO Detective, will der Öffentlichkeit ermöglichen selbst einfache Tests an Lebensmitteln durchzuführen um gentechnisch veränderte Produkte zu erkennen.

  • Das “Biotic Games Collective” stellte Videospiele wie Mould Rush vor, die an der Schnittstelle zwischen der Biologie und der Technologie ansetzen und Mikroorganismen Videospiele kontrollieren lassen.

Photos: Ralf Bliem, Anna Ritscher, Lukas Hutter, Anna Köferle